Freitag, 15. Juli 2011

Regen und Gewitter als Begleiter

Nachdem die letzte Tour ein plötzliches Ende gefunden hatte, holte Sven heute sein repariertes Hinterrad im örtlichen Fahrradladen ab. Morgens hatte es noch stark geregnet, doch ab Mittag wurde es trockener. Der Himmel war zwar noch wolkenverhangen, aber uns kribbelte es wieder in den Beinen. In der Touristikinformation hatten wir uns eine detaillierte Karte besorgt und planten eine Runde von Hermagor-Nötsch-Hohenthurn, um dort auf den Alp-Adria-Radweg zu gelangen. Dieser Radweg sollte uns auf italienischer Seite bis Pontebba führen, wo wir die Südseite des Nassfeldpass (Passo Pramollo) bis nach Hermagor nutzen wollten.

Parallel zum Radweg konnte man auch einen Weg über den Wurzenpass wählen. Der weist jedoch auf 4,5 km eine durchgehende Steigung von 18% (!!) auf. Über den Radweg kommt man von Kärnten sehr moderat bis nach Italien. Auch auf italienischer Seite ist der Radweg super asphaltiert. Je näher wir aber Pontebba kamen, umso dunkler wurde es am Himmel. Kurz darauf fanden wir uns in einem heftigen Gewitter wieder, welches direkt über uns saß. In einem kleinen Tunnel fanden wir erstmal Schutz vor dem Starkregen. Auch mit Blick auf unsere Sicherheit war an eine Weiterfahrt nicht zu denken.

Als das Gewitter ein kleines Stück weiterzog machten wir uns trotz des heftigen Regens weiter auf den Weg. Bis zum Pass hatten wir es nur noch wenige Kilometer. Diesen Weg mußten wir im Starkregen zurücklegen, um im Tunnel nicht komplett auszukühlen. Also ab in den Regen, wollten wir noch rechtzeitig zum Abendessen im Hotel sein.

In Pontebba begann sofort der Aufstieg auf den Passo Pramollo. Vorher stärkte Sven sich noch schnell mit einer Tüte Kekse und ab ging es. Zum Glück ließ der Regen im Anstieg komplett nach. Die Passstraße ist für LKWs, Wohnwagen und Gespanne gesperrt. Entsprechend wenig Verkehr ist dort vorhanden. Der Pass lässt sich sehr gleichmäßig fahren und weist keine steilen Rampen auf. Nagelneuer Asphalt wechselt häufig mit ganz schlechten Passagen. Das ist im Gegensatz zur Abfahrt im Aufstieg nicht behindernt.

Irgendwann hatten wir tatsächlich die Passhöhe erreicht. Telefonisch hatten wir die Information, dass unser Abendessen im Hotel warmgestellt wurde. Auf Kärntener Seite war dichter Nebel und wieder Nieselregen. Aufgrund der eingeschränkten Bremsleistung nasser Carbonfelgen von Sven fuhren wir sehr bedächtig ab. Einen Sturz wollten wir natürlich vermeiden.

Nach 4,5 Stunden reiner Fahrtzeit waren wir wieder im Hotel. Durch die letzte Abfahrt stark durchgefroren. Trotz Gewitter und Regen war es eine tolle Tour. Der Alp-Adria-Radweg ist prima ausgebaut und lässt sich am Fuße der Dolomiten super befahren. Bei schönem Sommerwetter wäre es eine gute Trainingsrunde. Das Abendbrot hat jedenfalls trotzdem sehr gut geschmeckt.

Tourdaten: 108 km, 4:27 Std., 1.600 Hm, 25 km/h

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